Das Auto als ständiger Wegbegleiter

Eine kleine Recherche hat oft schon erstaunliche Wirkung: Ich habe einmal nachgeschaut, was Deutschland denn so mit dem Automobil zu tun hat und inwieweit sich die dadurch gewonnene Mobilität auf den Menschen und dessen Leben auswirkt.

Die Zahlen sprechen wohl für sich: Etwas über 42.000.000 Autos sind in Deutschland zu Zeit angemeldet. Vor etwas über 100 Jahren, zur Zeit der Erfindung des Automobils, waren es gerade einmal einige wenige Dutzend. Als das erste Automobil entwickelt wurde, war sogar gar keines angemeldet – logisch, denn ein Meldesystem musste ja erst einmal erschaffen werden. Carl Benz erfand hier in Deutschland übrigens das Automobil: Er schaffte es als erster, einen kompakten Verbrennungsmotor zu entwickeln, der problemlos in eine Kutsche passt und diese auch antreiben kann. Versuche, eine Kutsche mit einer Dampfmaschine zu kombinieren gab es schon länger, doch erwiesen sie sich als eher ungeeignet.

Das Problem bei Carl Benz’s Auto war zu Beginn schlichtweg: Keiner wollte es kaufen. Als er auf Reisen war, ging Berta Benz mit samt ihren beiden Söhnen mit dem Gefährt auf Reisen – bis nach Pforzheim ohne Straßenzulassung. Dabei bewies sie ebenfalls handwerkliches Geschick: Undichte Ventile wurden mit ihrem Strumpfband geflickt und getankt wurde unterwegs bei Apotheken: Waschbenzin war der Treibstoff. Von da an gewann das Automobil an Anerkennung und die Firmeen sowie Stückzahlen wuchsen bis heute in unglaubliche Zahlenregionen von mehreren hundert Millionen bis hin zu über einer Milliarde Autos auf der ganzen Welt.

Doch ist das nicht schlecht für die Umwelt? Nun, natürlich, doch mahct es nur wenige Prozent der ausgestoßenen Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid oder Stickoxiden aus. Das meiste macht die Industrie, die ja zu einem gewissen Anteil auch noch hinter dem Automobil steht: Von der Eisenerzgrube bzw. dem Recyclinghof über das Stahlunternehmen bis hin zur Automobilfirma – die wiederum mehrere Zulieferer beschäftigt. Der Aufwand, der in einem Auto steckt, ist unglaublich groß und ohne die Serienfertigung wäre das heutige Verkehrsaufkommen der Welt inklusive Staus nur –ja fast schon Utopie.

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