Der E-Käfer

Der ReeVolt Käfer ist das Eigentum von dem Hamburger Unternehmer Sirri Karabag. Ich habe mich gerade nach alten Autos umgeschaut, die ummotorisiert wurden auf einen Elektroantrieb. Mit dem von Sirri Karabag entwickelten Transformationskit ist das auch ohne weiteres möglich. Grundsätzlich eignen sich gerade ältere Fahrzeuge zur Umrüstung – so zum Beispiel ein VW Käfer. Je weniger Technik im Auto steckt, desto leichter lässt es sich zum Stromer umfunktionieren.

Das Kit enthält prinzipiell einen 28 kW Elektromotor, einen 11 kWh starken Lithium Ionen Akku und die dazu passende Managementelektronik, außerdem ist eine mit Ethanol betriebene Standheizung der Marke Eberspächer und ein Touchscreen als Anzeige mit im Preis von 13.500 Euro inbegriffen. Hinzu kommen jeden Monat 99 Euro Batteriemiete. Die Rechnerei kann man sich an der Stelle sparen – lohnen wird sich das Kit erst mal nicht. Aber es eignet sich für alte Autos, die zu schade sind einfach liegen gelassen zu werden – und das nur wegen einem kleinen Defekt am Motor.

Mit dem Kit zieht der “neue” Transformer-VW besser von der Ampel weg als sein Vorgänger – und vor allem kontinuierlich. Dabei ist er lauter als andere Elektroautos, aber dennoch leiser und sparsamer als sein benzinbetriebener Bruder. Wenn es kalt ist, ist es im e-Käfer schneller warm als man denkt, außerdem wiegt der elektrische Käfer nun 900 kg.

Rein theoretisch ist jedes Auto umrüstbar, allerdings gestaltet es sich gerade bei älteren, einfachen Modellen sehr simpel: Eine Getriebeblockade im dritten Gang und die Anflanschung des E-Motors – fertig ist das Wesentliche. Die Heizung wird einfach an die bestehenden Lüfterkanäle angeschlossen und der neue Wagen kann losfahren – nachdem der Tank durch eine Batterie ersetzt wurde versteht sich. Aufsehen erregend ist der e-Käfer auf alle Fälle, ist er doch ein Kultobjekt, dass jedermann kennt. Einzig und allein über den fehlenden Sound beim Stand an der Ampel wundern sich wohl manche und erkennen nur so die Besonderheit eines E-Autos

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