Rudolf Diesel – ein ehrwürdiger Mann

Vorgestern vor 100 Jahren hat Deutschland und die Welt einen schweren Verlust hinnehmen müssen: Rudolph Diesel ist gestorben. Der Erfinder des Wärmekraftmotors, der Carnot’s ideale Theorie der Thermodynamik anwendbar machte.

Mit fast 50 Prozent ist der Wirkungsgrad heutiger Dieselmotoren extrem hoch, besonders gegenüber Benzinern. Der Grund: Die auf Grund der höheren Klopffestigkeit höhere Verdichtung steigert den Energieumsatz hinsichtlich der Expansionsenergie einer Explosion. 15 lange Jahre hatte Rudolph Diesel benötigt, um einen ersten Dieselmotor zu entwickeln, wenngleich dieser nicht wirklich den idealen Carnot-Prozess widerspiegeln konnte. Allerdings ist dieser Prozess die Grundlage für sein Patent.

1892 veröffentlicht er ohne jeglichen Prototypen schon die Theorie, die bereits intensiv diskutiert wurde, da sie so einleuchtend war. Die erste größere Serie wurde 1902 bis 1910 von MAN gefertigt – insgesamt 82 Motoren mit je 10 Litern Hubraum und 12 PS bei 250 U/min. Einer davon ist heute noch lauffähig – mehr als einhundert Jahre später. Schon 1905 wurde dieser Motor durch einen Ladeluftkühler und einen Turbolader weiter verbessert.

Ich persönlich finde ja, dass die Erfindung des Dieselmotors viel frischen Wind in die Automobilindustrie brachte. Diesel selbst erlebt diesen Fortschritt leider nicht mehr, da er bei einer Seeüberfahrt von London nach Antwerpen ums Leben kommt. Nach dem Abendessen ist er verschwunden, später wird eine im Wasser treibende Leiche von seinem Sohn Eugen Diesel identifiziert. Diesel hatte die Verwendung von Dieselmaschinen für Kriegsmaschinerie stets abgelehnt. In seiner Erfindung sah er auch eine Veränderung hinsichtlich der Industriellen Revolution: So sollte der Dieselmotor auch dafür sorgen, dass kleines Gewerbe und einzelne Handwerker nun auch Schritt halten konnten. Bisher waren Wärmekraftmotoren (also die Dampfmaschine) nur für Großindustrielle interessant. Heute ist der Dieselmotor längst bei allen angekommen: Ob als Aggregat für Notstrom, oder als Motor einem Auto oder – und das macht den größten Anteil aus – auf einem Schiff.

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