Wie wird eigentlich lackiert?

Einst benutzte man für die Fahrzeuglackierung Öllacke auf Leimbasis, auch Bernsteinlacke waren von Bedeutung. Diese Lacke wurden aus flüssigen Bernsteinharzen gewonnen und zeichnen sich durch besonders hohe Qualität aus – allerdings waren die dann auch sehr teuer.

Heutzutage werden Lacke auf Wasserbasis zur Lackierung des Fahrzeuges genutzt. Diese Lacke sind besonders umweltfreundlich und im flüssigen Zustand mit Wasser entfernbar. Ein Nachteil von Wasserlacken ist die höhere Trocknungszeit – das macht die Produktion teurer.

Autolacke können in Sparten unterteilt werden: Acryllacke beispielsweise enthalten Pigmente oder Metallplättchen, die einen besonderen Effekt im Lack hervorrufen. Weiterhin gäbe es da noch die Unilacke, welche rein aus Kunststofffarben bestehen. Spezielle Mischungen ergeben dabei besondere Eigenschaften: Perlglanzlacke stellen beispielsweise die Komposition aus Glanz und Matt dar.

Die Verarbeitung der Lacke erfolgt prinzipiell nach folgendem Schema: Das Bauteil muss zunächst für die Lackierung vorbereitet werden, das heißt man muss zunächst die Oberfläche schleifen und eventuelle Schäden spachteln. Es folgt die Aufbringung der ersten Materialschicht: Dem Füller. Der gleicht Unebenheiten aus und bietet Haftgrund für den Basislack, der darauf folgt. Nun wird der Klarlack aufgetragen, der die farbgebende Lackschicht schützt. Die Beschichtung erfolgt durch Sprühen, vor dem Aufbringen einer Folgeschicht muss die Lackschicht “ausgasen”. Statt Spritzen kann man auch “Tauchen”, das geschieht meist bei der Grundkarosserie des Fahrzeuges. Hier wird das komplette Fahrzeug in das Farbbad getaucht.

Pulverbeschichtung

Eine Besonderheit der Lackierungen stellt die Pulverbeschichtung dar: Wie der Name schon sagt handelt es sich eher um eine Beschichtung eines Bauteils mit Kunststoff – wobei eine Lackierung im Grunde nichts anderes ist. Jede Lackierung ist somit zugleich eine Beschichtung, aber nicht jede Beschichtung ist eine Lackierung. Bei der Pulverbeschichtung werden feinste Kunststoffteilchen auf das Bauteil gesprüht. Dieses ist erhitzt worden und liefert dem Kunststoff genug Energie, um zu schmelzen. Die auf die heiße Oberfläche des Bauteils treffenden Teilchen haften und verbinden sich untereinander zu einer schützenden Schicht – in der gewünschten Farbe.

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