Alfa Romeo 156 – nicht nur positiv aufregend

Alfa Romeo 156 LimousineAlfa Romeo lebt von Erfolgen im Motorsport und natürlich vom Design. Diese Kombination sorgt für aufregende Fahrzeuge, die bei den Alfistis dementsprechend gut ankommen. Auch der Alfa Romeo 156 zählt zu dieser Kategorie von Fahrzeugen und half Alfa ein wenig aus der Krise. Leider ist der 156 auch in weiterer Hinsicht aufregend: man regt sich über diverse kleine und größere Mängel auf, die einem die Freude am Fahrzeug ein wenig verderben.

Die klassische viertürige Limousine, die aufgrund ihres Designs mit in der C-Säule versteckten Türgriffen der hinteren Türen fast schon wie ein Coupé wirkt, bietet leider nicht sonderlich viel Platz für einen Wagen der Mittelklasse. Auch die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Weitere Problemherde sind die schlecht ablesbaren Rundinstrumente, ein riesiger Wendekreis sowie hakelige Schaltungen. Eine Schwachstelle ist das Selespeed-Getriebe, das häufig Probleme machen kann. Der von 1997 bis 2005 erhielt 2000 Zuwachs in Form des Kombimodells Alfa Romeo 156 Sportwagon (SW). Viel mehr Raum bot der gleich lange Wagen aber auch trotzdem nicht.

Alfa Romeo 156 SportwagonVom Sportwagon abgeleitet war der Alfa Romeo Crosswagon Q4, der leicht höhergelegt und mit einem Allradsystem versehen war. Dieser wurde von 2004 bis 2007 angeboten. Ein weiterer Ableger war der Alfa Romeo 156 GTA, der in alter Tradition mit sportlicherer Optik und flotterem Motor die Sportfahrer ansprach. Für die normalen Fahrzeuge reichte die Motorenpalette der Benziner vom kleinen 1,6 Liter mit 120 PS bis zum 2,5 Liter Sechszylinder mit 192 PS. Im Bereich der Diesel gab es Motoren mit einem Hubraum von 1,9 und 2,4 Litern, die je nach Variante zwischen 105 und 175 PS leisteten.

Der TÜV hatte vor geraumer Zeit schon die schlechten Achsen sowie den Ölverlust am Antriebsstrang bemängelt. Eine Schwachstelle ist auch der Bereich der Beleuchtung. Die Alfa Romeo 156 Scheinwerfer sorgen für Ärger. Die Wirkung der Fußbremse vorne lässt im Alter nach, und auch die Alfa 156 Bremsscheiben sowie die einseitig ziehende Feststellbremse werden kritisiert.

Ebenfalls ärgerlich und gegebenenfalls kostenintensiv sind gerissene Zahnriemen und daraus resultierende Motorschäden. Auch durch das heftige Zuschlagen von Türen und Heckklappen ausgelöste Crashsensoren, die dann die Spritzufuhr unterbrechen sind bekannt. Und die Elektrik an sich gilt als große Problemzone, die die Italiener nicht in den Griff bekommen. Es gilt also, sich beim Gebrauchtwagenkauf nicht vom schönen Schein blenden zu lassen.

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