Audi A3 (Typ 8L) – mehr als ein Golf Deluxe?

Er entstand auf Plattform des VW Golf und war so etwas wie die Luxusversion dessen: der Audi A3 der ersten Generation, intern Typ 8L genannt. Das erste Fahrzeug der Kompaktklasse aus dem Hause Audi teilte sich die Plattform, Technik und Motoren mit seinen Konzernbrüdern VW Golf, Seat Leon und Skoda Octavia. Zuerst gab es das von 1996 bis 2003 angebotene Schrägheck aus konzerninternen Gründen nur mit drei Türen, ab 1999 wurde dann der Fünftürer nachgereicht. Beide glichen sich sehr, nur wenige Veränderungen wurden vorgenommen, um für das zweite Paar Türen Platz zu schaffen.

Audi A3 Typ 8L FrontEine Modellpflege des Fronttrieblers A3, der optional auch mit dem quattro genannten Allradantrieb zu bekommen war, erfolgte im Jahr 2000. Hierbei erhielt der Audi diverse optische und technische Veränderungen wie zum Beispiel neue Scheinwerfer und Rückleuchten und auch das Interieur wurde überarbeitet. In Sachen Sicherheitsausstattung sollte man beim Gebrauchtwagenkauf wissen, dass der Audi A3 erst ab 1997 mit serienmäßigen Seitenairbags geliefert wurde, ESP wurde modellabhängig geliefert.

Was die Motorisierung angeht, so hat man als Kaufinteressent eine große Auswahl an Benzinern und Dieseln – allesamt Vierzylinder. Die Ottomotoren hatten einen Hubraum von 1,6 oder 1,8 Liter und leisteten je nach Version zwischen bescheidenen 100 PS und brachialen 225 PS im Audi S3 – der Sportversion des A3. Die heutzutage sehr gefragten TDI holen aus 1,9 Litern Hubraum je nach Variante 90 und 130 PS ans Tageslicht. Die große Schwachstelle bei den Selbstzündern ist der Zahnriemen. Wenn dieser reißt, ist alles aus. Daher auf die regelmäßigen Wechselintervalle achten.

Audi A3 Typ 8L FrontWeitere Mängel beim Kompaktwagen mit den vier Ringen sind streikende Fensterheber, wackelnde Sitze bei den ersten Baujahren und Probleme mit der Klimaautomatik sind auch keine Seltenheit. Die Audi A3 Bremsscheiben können riefig werden, die Auspuffanlagen gammeln gerne. Bei Blinkerlampen löst sich die orange Färbung und die Lagergummis der Hinterachse können dem TÜV-Prüfer negativ auffallen. Rost ist aufgrund der Vollverzinkung eigentlich kein Problem. Ist dennoch Rost vorhanden, deutet dies auf einen schlecht oder gar nicht beseitigten Vorschaden hin.

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