Audi A8 (Typ D3/4E) – Luxusliner mit kleinen Mängeln

Wenn selbst unsere Kanzlerin einen Audi A8 der ab 2002 angebotenen Baureihe D3 Typ 4E in der 13 cm längeren Langversion fährt, kann der Wagen der Oberklasse gar nicht so schlecht sein. Und tatsächlich kommt der bis 2010 gebaute Audi A8 wie auch schon in den Jahren zuvor im aktuellen TÜV-Report richtig gut weg, fast nur hell- und dunkelgrüne Bereiche. Eine der wenigen Ausnahmen stellen die Achsen dar, die sicherlich mit dem Gewicht des Wagens zu kämpfen haben, der selbst in der normalen Version bei rund 5,06 m Länge trotz Aluminiumkarosserie ein Leergewicht von mindestens 1,8 Tonnen auf die Waage bringt. Je nach Motor und Ausstattung sind es natürlich mehr. Poröse Bremsschläuche sollen auch schon mal vorhanden sein und im Alter kämpft der A8 Diesel aufgrund defekter Common-Rail-Systeme mit undichten Kraftstoffanlagen.

Audi A8 D3 Typ 4E FrontDamit wäre zwar das Kapitel der Hauptuntersuchung ganz gut überstanden, dafür gibt es viele Ärgernisse, die für die HU nicht relevant sind. Normal bei Fahrzeugen voller Elektronik sind Probleme mit der selbigen. Hier ist Ärger mit den Telefonen und Navigationsgeräten ebenso aktenkundig wie streikende Fensterheber und Zentralverriegelung aufgrund defekter Steuergeräte. Zitternde Xenonscheinwerfer sind ebenso bekannt wie spinnende Wegfahrsperren. Die stufenlose Multitronic kann ebenfalls den Dienst verweigern. All dies sind meist kostspielige Baustellen. Die Audi A8 Ersatzteile sind teuer, die Arbeitsstunden leider auch. Und so hat man selbst bei scheinbar kleinen Mängeln schnell eine drei- oder gar vierstellige Rechnungssumme auf dem Papier stehen. Dies ist aber bei den Mitbewerbern in dieser Fahrzeugklasse nicht viel anders.

Ansonsten erhält man mit dem A8 ein solides Fahrzeug, dass im Laufe seiner Bauzeit mit den verschiedensten Antriebsaggregaten zu bestellen war. Bei den Benzinmotoren reichte die Palette vom kleinen Sechszylinder mit 2,8 Litern Hubraum, der in dieser Baureihe auf 210 PS erstarkte und zu den wenigen reinen Frontrieblern gehörte, bis hin zum bärigen Zwölfzylinder im Audi A8 6.0 W12, der aus 6 Litern Hubraum stolze 450 PS schöpfte, die über den quattro genannten Allradantrieb an alle vier Räder verteilt wurden. Für die Sparfüchse, die trotzdem nicht auf den Luxus der Oberklasse verzichten wollten, gab es zudem auch Dieselmotoren. Der kleine Sechszylinder im 3.0 TDI leistete die bekannten 233 PS, der V8-Diesel schöpfte anfänglich aus 4 Litern Hubraum 275 PS, ab 2005 aus 4,2 Litern knackige 326 P. Bei beiden lag das maximale Drehmoment bei kräftigen 650 Nm.

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