Audi R8 – heißes Sportgerät mit 4 Ringen

Lange Zeit hat Audi das Segment der Supersportwagen nicht bedient, was nach der Übernahme von Lamborghini auch logisch erschien. Schließlich wollte man sich da nicht die Kunden abgraben. Dennoch war es irgendwann soweit und Audi besetzte auch diese Fahrzeugklasse. Die Studie Audi Le Mans quattro, die man auch im Spiel Gran Turismo 4 fahren konnte, wurde 2003 präsentiert und für den Film “I, Robot” aus dem Jahr 2004 stellte Audi ein futuristisches Fahrzeug namens Audi RSQ mit gleicher Formensprache zur Verfügung. Beides war die designtechnische Grundlage für den 2006 auf den Markt gekommenen Audi R8.

Audi R8 GT R von AbtDas “heiß” im Titel zu diesem Beitrag spielt dabei ein wenig auf die negativen Schlagzeilen an, die der Wagen durch diverse Brände bei Testfahrten unter anderem auf dem Nürburgring erntete. Dies soll aber nur Vorserienfahrzeuge betroffen haben und die verantwortlichen Probleme sollen mittlerweile ausgemerzt sein.

Der Audi R8 hat seinen Namen übrigens vom Audi-Prototyp mit dem Audi fünffacher Le Mans-Sieger wurde. Technisch haben die beiden Fahrzeuge allerdings kaum etwas gemeinsam. Der Audi R8 für die Straße war Audis erster Mittelmotorsportwagen. Der Motor saß weit vor der Hinterachse, davor dann noch das Fahrgastabteil. Das erforderte einen verhältnismäßig langen Radstand im Vergleich zur Gesamtlänge des Fahrzeugs, was in kurzen Fahrzeugüberhängen resultierte. Immerhin soll die Gewichtsverteilung so bei 44:56 liegen.

Die Fahrzeugkomponenten aus Aluminium, Magnesium und anderen leichten Materialien sorgte für ein vergleichsweise geringes Gewicht, mit dem die Motoren des serienmäßig allradgetriebenen Audi R8 leichtes Spiel haben. Zum Verkaufsstart kam der aus dem RS4 bekannte Achtzylinder zum Einsatz, der im R8 aus 4,2 Litern Hubraum schon recht brauchbare 420 PS schöpft. Wem das nicht reichte, der konnte seit Anfang 2009 auch die Version mit einem aus dem S6 kommenden, aber leicht veränderten V10 zurückgreifen, der aus 5,2 Litern Hubraum 525 PS schöpfte und somit die Höchstgeschwindigkeit von 301 auf 316 km/h erhöhte.

Im Laufe der Bauzeit gab es immer mehr Varianten. Zum Coupé gesellte sich für die Frischluftfreunde ein Spyder. Dann gab es noch den Audi R8 GT, der der dem V10 sogar 560 PS entlockte. Von Abt gibt es eine GT R Version und außerdem gab es schon eine Dieselversion auf einer Automobilausstellung zu sehen. Mal sehen, was Audi noch einfällt. Audi R8 Ersatzteile dürften in Teilbereichen zumindest nicht allzu teuer sein, da hier auch Technik aus dem A4 zum Einsatz kommt, die wohl in größeren Stückzahlen, als die R8-spezifischen Teile produziert werden.

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