Audi TT – der Designer-Golf

Audi TT 8NUnglaublich, aber wahr: der schnittige Audi TT basiert tatsächlich auf dem Golf. Die erste von 1998 bis 2006 gebaute 1. Generation von Audis neuem Sportcoupé sorgte bereits als Prototyp für Aufsehen und wurde somit fast unverändert zur Serienreife gebracht. Und erneut fand er den Weg in die Medien, leider mit schlechten Nachrichten, denn bei den ersten Audi TT kam es häufig zu Unfällen, von denen manche leider tödlich endeten. Audi besserte nach, es gab den kleinen Heckspoiler und auch ESP wurde danach serienmäßig verbaut. Danach verkaufte sich der kleine Flitzer auf der Plattform des Golf IV echt gut. Auch gab es bei den allradgetriebenen quattro-Modellen zwischen 1998 und 2000 Probleme mit den Querlenkern und Audi startete einen Rückruf zwecks Ausbesserung.

Zur geschlossenen Variante des TT gesellte sich bereits 1999 die Cabrio-Version, die sich TT Roadster nannte. Letzerer verfügte über ein Stoffverdeck und war wie das Coupé sehr gut verarbeitet. Starke Windgeräusche sind allerdings aufgrund der rahmenlosen Seitenscheiben vorprogrammiert und wirken sehr störend. Auch ist der TT durch die kleinen Scheiben und rundlichen Formgebung eher unübersichtlich.

Unter der Haube werkelte der 1.8 T, also ein Vierzylindermotor mit 1.781 ccm und Turbolader, der je nach Ausführung, Antrieb und Baujahr zwischen 150 und 240 PS (im TT quattro Sport Coupé) leistete. Auch ein 6-Zylinder mit 3,2 Litern Hubraum und 250 PS war zwischen 2003 und 2006 erhältlich, allerdings nur in Verbindung mit dem Allradantrieb und optional auch mit Direktschaltgetriebe (DSG).

Leider gab es neben den eingangs erwähnten gravierenden Mängeln trotz eigentlich guter Verarbeitung diverse weitere Mängel, die den Fahrspaß trübten, angefangen bei defekten Luftmassenmessern, Zahnriemen und Turboladern über falsch anzeigenden Tankuhren bis hin zu Getriebeproblemen und defekten Wasserpumpen und wackelnden Sitzen. Dafür spielt Rost so gut wie keine Rolle und auch die Bremsen zeigen sich meist von ihrer besten Seite, so dass man als Gebrauchtwagenkäufer nicht vollkommen verzweifeln braucht.

Bei rund 6.000 Euro geht der Spaß los. Dafür erhält man allerdings nur ein frühes Modell mit wenig Rest-TÜV und über 200.000 km auf der Uhr. Mit steigenden Preisen sinkt die Laufleistung und steigt das Baujahr. Rund 10.000 Euro sollten es also eher sein, die man investiert. Dafür ist dann sogar schon ein Roadster drin, wenn man lieber offen fährt.

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