Chrysler Sebring Cabriolet der dritten Generation

Sonderlich häufig trifft man ein Chrysler Sebring Cabriolet nicht auf Deutschlands Straßen an. Und einen aktuelle Suche in einer Gebrauchtwagenbörse im Internet förderte gerade einmal 40 Fahrzeuge der ab 2007 gebauten dritten Generation (intern Typ JS genannt) zu Tage. Und dass, obwohl für den europäischen Markt in der 3. Generation des Sebring erstmalig auch ein Dieselmotor als Antriebsquelle zu wählen war. Der Diesel mit Turbolader stammte von Volkswagen und schöpfte aus 2 Litern die bekannten 140 PS Leistung. Nur hieß das Ganze bei Chrysler dann nicht TDI, sondern Chrysler Sebring CRD. Die Kraftübertragung erfolgte hierbei überhaupt nicht amerikanisch mittels 6-Gang-Schaltgetriebe.

Chrysler Sebring Cabriolet Typ JS 2007 - 2010Das Cabriolet basiert auf der Limousine, stimmt optisch in vielen Dingen überein. Natürlich hat es zwei Türen weniger, die verbleibenden sind dafür aber größer. Interessant ist die Tatsache, dass man aus drei verschiedenen Dächern wählen konnte, die sich alle über einen Knopf an der Fernbedienung öffnen lassen. Es gab ein Verdeck aus Stoff, eines aus Vinyl und ein in Wagenfarbe lackiertes Dach aus Stahl.

Wo wir eben schon bei Motoren waren: der Diesel machte bei meiner Stichprobe rund die Hälfte aller gefundenen Sebring Cabriolets aus, der Rest waren Vier- und Sechszylinder – Benziner mit 2 bis 2,7 Litern Hubraum und 141 bis 203 PS, deren Kraft in den meisten Fällen per Automatikgetriebe an die angetriebenen Vorderräder übertragen wurde. Diese waren vorne einzeln aufgehangen, hinten gab es eine Mehrlenkerachse. Vorne und hinten gab es Schraubenfedern und Gasdruckstoßdämpfer.

Ein witziges Feature in dem von mir mal probegefahrenen Sebring war das Radio / Navi mit Bildschirm, dass über einen Touchscreen und eine Festplatte verfügte und diverse Formate und Datenträger abspielen konnte. Warum auch immer war der Wagen hierzulande nicht sonderlich erfolgreich und so wurde die Produktion des in Michigan / USA gebauten Chrysler Sebring 2010 eingestellt. Heute muss man mindestens 10.000 Euro für ein gebrauchtes Sebring Cabriolet ausgeben, die Preisspirale endet derzeit bei knapp 25.000 Euro für einen fast neuen Diesel mit nur 70 Kilometern auf der Uhr. Ob die aber jemals gezahlt werden, wage ich zu bezweifeln, den einen Sammlerstatus hat dieser Exot sicherlich noch nicht.

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