Chrysler Voyager – Pannen ohne Ende

Chrysler Voyager IV Typ RGEr hat den Ruf des Königs der Autobahn – leider genauer gesagt der des Standstreifens. Jahrelang belegte der Chrysler Voyager die schlechtesten Plätze in den Pannenstatistiken und in den TÜV-Reportagen. Dennoch erfreut sich die Großraumlimousine, die auch als Van bezeichnet wird, hierzulande größter Beliebtheit. Kein Wunder, bietet der Wagen als Voyager schon reichlich Platz, so toppt er diesen als Chrysler Grand Voyager nochmals. Sieben leider viel zu schwere, den Ausbau nicht leichter gestaltende Sitze bieten ausreichenden Personen eine Mitfahrgelegenheit.

Bereits seit 1984 gibt es den Wagen, in Deutschland war die 1. Generation aber erst ab 1988 erhältlich. Zwischen 1991 und 1995 war die schon leicht rundlichere 2. Generation erhältlich. 1996 folgte die 3. bis 2000 gebaute Generation, die intern Typ GS genannt wurde. Die Vorteile des riesigen Stauraums wurden durch die Nachteile der lässigen Verarbeitung aufgewogen. Die meisten Motoren waren eher nicht empfehlenswert, der kleine Benziner mit 2 Litern Hubraum und 133 PS war zu schwach, der 3,8 Liter ein Säufer. Brauchbarer ist das der 2,4 Liter mit 150 PS. Eine Vernunftsentscheidung ist der Turbodiesel mit 115 PS. Zu den zahlreichen Mängeln zählen defekte Automatikgetriebe, Zylinderkopfdichtungen, Kupplungsseile sowie die gesamte marode Elektrik, die alle Annehmlichkeiten steuert, die so ein amerikanischer Wagen zu bieten hat.

Die von 2001 bis 2007 angebotene 4. Generation bot ebenso so reichlichen Platz wie im Vorgänger. Ab 2005 gab es ein Facelift, bei dem ein neues Sitzsystem Einzug hielt (es konnten nun die letzten beiden Reihen versenkt werden). Die Motoren, egal ob Benziner oder Diesel, schlucken Sprit, die Automatikgetriebe Leistung. Die Mängel sind ähnlich umfangreich wie beim Voyager der vorigen Generation: aufallende Elektrik, defekte Getriebe und Motorschäden. Hinzu kommen das übliche Sammelsurium von Klappern, Rappeln und dem ganzen drumherum.

Der TÜV bemängelt bei beiden Generationen den hohen Ölverlust und zu großes Lenkungsspiel. Ebenso die Einstellung des Abblendlichts und auch den Rest der Beleuchtung. Die Auspuffanlagen sind Mittelmaß, die Benzinleitungen undicht. Und last but not least seine Chrysler Voyager Bremsen erwähnt, die in allen Bereichen negativ auffallen. Trotz niedriger Gebrauchtwagenpreise stellt der Voyager also keine Kaufempfehlung dar.

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