Kia cee’d – der europäische Südkoreaner

Ich hatte hier in diesem Blog schon das ein oder andere Mal meiner Verwunderung Ausdruck verliehen, was manche Hersteller ihren Modellen für merkwürdige Namen geben. Auch beim seit 2007 angebotenen Kia cee’d ist das so. Lässt sich das Ganze noch relativ leicht aussprechen, ist die Schreibweise ein Graus. Selbst auf der offiziellen Internetseite von Kia kursieren mehrere Schreibweisen des Modellnamens. Noch gruseliger wird es, wenn man die Namen der weiteren Karosserievarianten betrachtet. Denn der Kia cee’d ist das klassische Schrägheck mit fünf Türen, wie es für die Kompaktklasse typisch ist. Der seit Mitte 2007 erhältliche Kombi erhält den Zusatz sw (für Station Wagon), was dann geschrieben aber so aussieht: Kia cee’d_sw. Anfang 2008 gesellte sich noch der Dreitürer dazu, der nun Kia pro_cee’d heißt. Die weiteren Versionen lasse ich jetzt mal außer Acht, das würde hier vermutlich den Rahmen sprengen.

Kia cee'd

Foto © Kia

Sieht man einmal vom komisch geschriebenen Namen ab, bleibt eine gute Alternative zum Golf, die nicht nur preislich im Vorteil ist. Der Südkoreaner wurde eigens für den europäischen Markt designed und soll somit erfolgreicher werden als sein Vorgänger, der Kia Cerato. Das der cee’d eigentlich ein Europäer ist, zeigt sich auch im Fahrverhalten und dem Fahrkomfort. Alles wirkt recht harmonisch und passt gut zu den Motoren. Im Laufe der bisherigen Bauzeit gab und gibt es Benziner mit 1,4 bis 2 Litern Hubraum und einer Leistung je nach Version von 90 bis 143 PS. Hinzu kamen Diesel mit 1,6 oder 2 Litern Hubraum und einer fast gleichen Leistungsspanne von 90 bis 140 PS. Die beiden stärksten Motoren beider Systeme sind wegen mangelnder Normen nicht mehr im Angebot.

Zu den Kia cee’d Schwachstellen gehören die Antriebswellen und die Vorderachse, die beim TÜV überdurchschnittlich oft bemängelt werden. Probleme mit der Einstellung der Scheinwerfer werden in den Prüfberichten ebenfalls des Öfteren negativ erwähnt sowie allgemeine Schwächen in Sachen Beleuchtung. Die Festellbremse zieht gerne einseitig und das war es dann auch schon. Dem Thema Rost wurde im Laufe der Produktion durch eine Verbesserung der Konservierung der Kampf angesagt. Bei frühen Modellen auf dem Gebrauchtwagenmarkt sollte man aber schon noch nach Spuren der braunen Pest suchen.

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