Porsche Boxster – die Einstiegsdroge

Porsche Boxster offenFür viele Menschen ist war und ist ein Porsche ein Traum. Und für die meisten Sportwagenfans wird es einer bleiben. Obwohl Porsche 1996 eine günstige Einstiegsmöglichkeit bot: den Boxster.

Das Wort ist eine Mischung aus Boxer (der Motortyp) und Roadster (die Karosserieform). Es war nämlich die zeit, in der sich der Mazda MX-5 wie geschnitten Brot verkaufte und Porsche gerade in einer Absatzkrise steckte. Der Boxster war als zweisitziger Roadster wesentlich günstiger als der große Bruder 911 und dank des Mittelmotors auch leichter zu handeln. Wo wir gerade beim Motor sind: dieser war nun auch nicht mehr traditionell luftgekühlt. Eine Wasserkühlung sorgte beim 2,5 Liter großen Sechszylinder für angenehme Betriebstemperaturen. 204 PS galt es über die angetriebenen Hinterräder auf die Straße zu bringen.

Der gerne als “Frauenporsche” titulierte Wagen bot dank des Mittelmotors reichlich viel Platz durch je einen kleinen Kofferraum vorne und hinten. Leider war er auch entsprechend laut, da man ja quasi mit dem Rücken am Motor saß. Dafür gab es ein recht gutes Soundsystem mit dem sich der kleine Innenraum des Zweisitzers bei geschlossenem Verdeck gut beschallen ließ. Designtechnisch lehnte sich der Boxster an die legendären Modelle 550 Spyder und 356 an, erntete aber Kritik wegen der sehr hässlichen Scheinwerfer der ersten Baureihe (intern 986 genannt), bei der 2. Generation des Boxsters (987) waren diese dann denen des 911 angeglichen.

Im Laufe der Zeit gab es einen größeren Motor, der aus nun 2,7 Litern Hubraum 220 PS schöpfte, der neue Boxster S erhielt sogar ein 3,2-Liter-Aggregat, das 252 PS zur Verfügung stellte und dem Roadster in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h verhalf. Noch vor dem Wechsel zur 2. Baureihe gab es eine kleine Leistungssteigerung sowie leicht modifizierte Scheinwerfer.

Porsche Boxster geschlossenDer 2004 eingeführte Boxster der 2. Baureihe glich bis auf die neuen Scheinwerfer weitestgehend dem Vorgänger. Weitere optische Veränderungen gab es im Innenraum (neues Lenkrad, geänderte Mittelkonsole und Türverkleidungen). Das elektrisch versenkbare Verdeck konnte nun auch während der Fahrt betätigt werden. Leider hat der Boxster II von seinem Vorgänger auch Mängel übernommen. So zum Beispiel den undichten Simmering der Kurbelwelle bei den nun noch größeren und stärkeren Motoren. Bei Modellen nach 2005 wurde dieser Fehler behoben.

Bei jüngeren Modellen gibt es Lenkungspiel, bei älteren machen Antriebswellen unter Umständen Ärger. Ansonsten gibt es insgesamt wenig zu bemängeln und somit darf man sich ruhig die Frage stellen, ob es anstelle des neuen VW  Golf nicht doch lieber mal ein gebrauchter Porsche Boxster sein soll, denn bei der 1. Baureihe kann man schon ab 10.000 Euro den Traum vom eigenen Porsche wahr werden lassen.

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