Porsche Cayenne I – der schnellste SUV aller Zeiten

Im Wikipedia-Eintrag steht: “Der Porsche Cayenne ist ein sportliches Mehrzweckfahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit, variablem Laderaum und einem permanenten Allradantrieb.” Ich persönlich bin der Meinung, der Porsche Cayenne ist ein unnötiges Fahrzeug, dass kein Mensch braucht. Aber da ist auch der Geschmack wieder entscheidend und das ist auch gut so. Doch sind wir doch mal ehrlich: Warum baut ein renommierter Sportwagenhersteller einen SUV? Klar, weil er es kann und weil im Mutterkonzern gerade einen passende Plattform bereitstand, auf der auch der VW Touareg und der Audi Q7 Platz nehmen.

Porsche Cayenne I vor FaceliftNatürlich baut Porsche aber nicht nur einfach irgendeinen SUV, sondern heizt dem Klotz auch noch standesgemäß ein. Verschiedene Versionen des Cayenne der ersten von 2002 bis 2010 gebauten Generation brachten es auf ein riesiges Leistungsspektrum. Vor der Modellpflege von 2007 reichte die Motorenpalette vom “kleinen” Einstiegsmotor mit sechs Zylindern und fast schon bescheidenen 250 PS bis hin zum Achtzylinder, der in seiner stärksten Version im Porsche Cayenne Turbo S stolze 521 PS aus den 4,5 Litern Hubraum kitzelte. Dies ermöglichte ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Zur Erinnerung: wir sprechen hier über einen SUV.

Wer sich jetzt schon fragt, was das alles soll, der wird nicht überrascht sein, dass Porsche mit der Modellpflege noch mal einen drauf packte. Denn die Motoren wuchsen weiter an. Den Einstieg stellte noch immer ein Sechszylinder dar, der nun aber über einen Hubraum von 3,6 Litern verfügte und 290 PS leistete. Der V8 brachte es nun auf 4,8 Liter Hubraum und in seiner stärksten Version auf 550 PS. Die Höchstgeschwindigkeit konnte um 10 km/h auf 280 Sachen erhöht werden. Das machte ihn zum schnellsten serienmäßigen SUV aller Zeiten.

Porsche Cayenne I nach FaceliftWer hier schon sagt: “Braucht kein Mensch.”, der wird sich nun richtig wundern. Denn nicht nur, dass Porsche einen SUV bauen musste, nein, sie bauten als Alternative zum durstigen Benziner auch noch einen Dieselmotor ein. Der 3-Liter-V6 leistete 240 PS und schaffte es auf dem Papier erstmals, den Verbrauchswert des Cayenne auf einen einstelligen Wert zu drücken – wenn auch nur knapp.

Erneut stellt sich die Frage, was das soll. Wieso ist man bei Porsche der Meinung, auch in anderen Fahrzeugklassen mitspielen zu müssen? Kommt demnächst noch ein Kleinstwagen mit 500 PS? Ich weiß es nicht, aber ich bin sehr gespannt. Wer übrigens einen Cayenne seine Eigen nennen möchte, dürfte jetzt die besten Chancen haben, denn seit 2010 gibt es die neue Generation, was für ein reichhaltiges Vorkommen der alten Generation auf dem Gebrauchtwagenmarkt sorgen dürfte. Bitte aber bei der Schnäppchenjagd die Folgekosten im Auge behalten, denn Porsche Cayenne Ersatzteile dürften trotz der VW Plattform nicht wirklich günstig sein.

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