Renault Clio I – nicht so zuverlässig

Renault Clio I
Ende 1990 kam der Renault Clio als neuer französischer Kleinwagen auf den Markt und vor Allem Frauen liebten ihn. Er war etwas größer als der R5, bot entsprechend mehr Platz im Innenraum, war aber immer noch handlich genug für den Stadteinsatz. Insgesamt gab es 2 Facelifts, was den Renault Clio I (Typ 57) in drei bei Renault “Phasen” genannte Bauzeiten einteilt. Bis 1998 wurde er mit diesen Aktualisierungen angeboten, dann folgte sein Nachfolger, der Clio II (Typ B). Am auffälligsten war das Update 1996, das neue Scheinwerfer, eine neue Motorhaube, einen neuen Kühlergrill, Zusatzscheinwerfer in der Stoßstange vorne sowie eine dritte Bremsleuchte umfasste.

Der als drei- oder fünftüriges Schrägheck erhältliche Clio wurde in verschiedenen Ausstattungsvarianten angeboten, die mit Buchstaben(zahlen)kombinationen wie RN, RT, RL und 16V oder aber als Sondermodelle mit wohlklingenden Namen aufwarteten: Prima, Graffiti, Campus, Baccara, Caribe, Chiemsee, Fidji, Grand Prix, Limited, Maxi, Mexx, Oasis, RTi, RSi und Williams. Gerade Letzter war ein ganz wildes Ding. Allgemein lässt sich zu Ausstattung noch anmerken, dass ein Fahrerairbag ab 1994 Serie war, ab 1996 gehörte dann auch das Pendant für den Beifahrer zur Serienausstattung.

Unter der Haube werkeln verschiedene Benziner, angefangen beim 1,2 Liter mit 54 PS oder 55 PS, über einen 1,4 Liter mit 75 oder 79 PS und einen 1,8 Liter mit einem Leistungsspektrum von 88 bis 109 PS. Dies sind allesamt Achtventiler. Den 1,8 l gab es aber auch als 16V-Motor, der 135 PS an die Antriebsräder gab. Im Clio Williams kam sogar ein 2,0 l 16V mit 147 PS zum Einsatz. Interessanterweise stand dieser großen Motorenpalette im Bereich der Benziner über die gesamte Bauzeit der 1. Clio-Generation nur ein Diesel gegenüber. Das turbolose Aggregat schöpft aus 1,9 Litern 64 PS, die zwar keine Rakete aus dem Clio machen, aber für einen geringen Verbrauch sorgen.

Leider kämpft der schicke Kleinwagen vor allen Dingen mit Elektrikproblemen. In den schön ausgestatteten Varianten mit allerlei elektrischen Helfern wie Fensterhebern und anderen Annehmlichkeiten sollten diese also dringend auf Funktion überprüft werden. Anlasser, Lichtmaschinen und defekte Steuergeräte der Einspritzanlagen sind ebenfalls keine Seltenheit, quietschende oder im Ernstfall sogar reißenden Keilriemen samt ihrer Folgeschäden leider auch nicht. Auch Zahnriemen gilt es daraufhin zu überprüfen. Gerade bei den frühen Modellen verabschieden sich die Auspuffanlagen recht flott, deren Ersatz auch nicht billig ist. Ansonsten gelten gerade die kleinen Motoren als besonders langlebig und sind auch im Unterhalt günstig und somit eine Kaufempfehlung. Wer mehr Leistung will, muss mit entsprechenden Mehrkosten rechnen.

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