Saab 900 I – alltagstauglicher Klassiker, vor allem als Cabrio

Selten ist er geworden, der Saab 900 I – also die erste Generation des 900. Gut, als sie noch aktuell war, sah man sie nun auch nicht so oft, denn der erste 900er war noch wesentlich markanter als sein Nachfolger, der Saab 900 II. Und somit war der eckige Schweden eher was für Individualisten, die mit dem Mainstream nichts anfangen konnten. Gebaut wurde die erste Generation des Saab 900 von 1978 bis 1993, das Cabriolet, das erst ab 1986 erhältlich war, wurde sogar bis 1994 angeboten. Das bedeutet, dass einige der Fahrzeuge schon Oldtimer sind, viele sind Youngtimer und nur wenige Baujahre fallen zumindest rechnerisch noch in den Bereich der halbwegs aktuellen Fahrzeuge. Doch eigentlich sind es alles Klassiker. Während man die Limousinen heute kaum noch sieht, sind es vor alle Dingen die Saab 900 I Cabrios, die an schönen Tagen zum Straßenbild gehören.

Saab 900 I CabrioletDabei hatte der Saab 900 I einiges zu bieten. Er bot trotz der eigenwilligen Karosserieform einiges an Platz, und die Sicherheitsausstattung war ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Bereits ab 1992 gab es einen Fahrerairbag. Hinzu kommt eine gute Verarbeitungsqualität. Allerdings ist das Design im Innenraum mit der typischen 80er-Jahre-Hartplastik-Landschaft ebenfalls gewöhnungsbedürftig.

Machen wir uns nichts vor: die Vollturbos boten den meisten Fahrspaß. Dazu passte auch das straffe, aber dennoch nicht unkomfortable Fahrwerk. Jedoch waren Lenkung und Bremse eher schwergängig. Allerdings gab es auch Motoren ohne Turbolader, die sich natürlich ausgewogener fahren ließen. Allesamt waren Vierzylinder und die Leistung reichte von 100 bis 175 PS.

Die größten Probleme des Saab 900 I stellen sicherlich die geplatzten Lader und defekten Getriebe der Turbo-Fahrzeuge dar. Unabhängig von der Motorisierung gilt die Saab 900 Kupplung als Schwachstelle, sie verschleißt recht schnell. Probleme mit den Zündverteilern seien auch noch erwähnt. Der TÜV bemängelte bereits im letzte Jahrzehnt das zu große Spiel in der Lenkung und den Ölverlust des Antriebs. Die Bremsleitungen und -schläuche werden ebenfalls bemängelt, genauso wie die Rückleuchten, die überdurchschnittlich oft negativ auffielen. Dennoch ist der Saab 900 I wohl besser als sein Nachfolger, bei den der Einfluss von GM wohl zu groß war.

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