Subaru Impreza – nicht nur Rallye-Weltmeister

Mit dem Subaru Impreza verbinde ich – und vermutlich viele andere Autoenthusiasten auch – sehr gerne Fahrzeuge, die mit wildem Leitwerk vornehmlich in blau lackiert an Rallye-Weltmeisterschaften teilnahmen und auch schon sehr erfolgreich Weltmeister wurden. Ebenfalls denkt man in diesem Zusammenhang sofort an die “bösen” Straßenversionen mit klangvollen Namen wie Subaru Impreza WRX STI, die ihren Spoilern, Lufthutzen und teilweise goldfarbenen Felgen im Straßenverkehr sofort auffielen. Die sahen nicht nur flott aus, die konnten auch richtig was. Dennoch waren sie im Innenraum angekommen fast ganz normale viertürige Limousinen.

Und die gab es tatsächlich auch. Abseits von diesen Rennboliden mit Straßenzulassung gab es auch den ganz normalen Subaru Impreza, der zwar meist auch über Allradantrieb und einen Boxermotor verfügte, aber bei weitem nicht über eine derartige Leistung. Die erste Generation des Japaners erblickte 1992 das Licht der Welt und trat in Europa ab 1993 als viertürige Limousine und als fünftüriger Kombi in der Kompaktklasse an. Er schloss dabei die bei Subaru herrschende Lücke zwischen dem kleinen Subaru Justy und dem großen Subaru Legacy. Seit dem gab es diverse Versionen, die sich immer durch diverse Überarbeitungen voneinander unterschieden.

Ein richtiger Generationssprung erfolgte erst 2000 mit der Einführung der zweiten Generation und 2007 mit der aktuell erhältlichen dritten Generation. Zurück zur ersten Generation, in der es ab 1995 auch eine weitere Karosserievariante gab: das Coupé. Unter der Haube der sieben Versionen werkelten ausschließlich Boxermotoren mit einem Hubraum von 1,5 bis 2,5 Litern und einer Leistungsspanne von 90 bis 280 PS im erwähnten WRX STI.

Immerhin gibt es in puncto Schwachstellen und Mängel nur wenig zu berichten. In einem TÜV-Report aus dem Jahr 2004 wurden gelegentlich unwillige Wegfahrsperren bemängelt, äußerst selten gab es wohl auch Probleme in der Motorsteuerelektronik. Das Getriebe sollte ab einer sechsstelligen Laufleistung geprüft werden. Warum auch immer zählte der Impreza zu den Lieblingsspeisen der Marder, anscheinend gab es hier unter der Haube besonders schmackhafte Zündkabel und Wasserschläuche. Der TÜV bemängelte indes die Subaru Impreza Antriebswellen, die nach Jahren marode sind. Die Beleuchtung kann ebenfalls negativ auffallen und die Auspuffanlagen machen im Alter auch Ärger. Alles noch im Rahmen und sicherlich heutzutage auch kein größeres Problem, wobei die Fahrzeuge an sich immer seltener werden. Die normalen werden für Kleingeld verramscht, die schnellen sind gesucht und entsprechend teuer.

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