Toyota Supra (Typ MA70/MA71) – leider fast ausgestorben

Japanische Sportwagen sind heute kaum noch im aktuellen Verkaufsprogramm der Hersteller zu finden, warum auch immer. Und auch die auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden es logischerweise nicht mehr, die meisten Fahrzeuge kommen langsam in einer Alter, in dem sie je nach Zustand und Laufleistung auch gerne mal aussortiert werden. Dazu scheint auch der Toyota Supra des Typs MA70 / MA71 zu gehören, den man heutzutage schon ab rund 1.000 Euro bekommen kann. Auch hier sagt der Preis bereits viel über den Zustand aus, denn gute Exemplare, die nicht verbastelt sind und eher für Sammler geeignet scheinen, erzielen bis zu 10.000 Euro. Die Wahrheit liegt rein preislich für ein brauchbares Exemplar irgendwo in der Mitte.

Toyoyta Supra MA70 / MA71Von 1986 bis 1992 wurde diese dritte Generation gebaut, bei der nun der Name Supra erstmalig die alleinige Modellbezeichnung stellte. Vorher hießen die Fahrzeuge noch Toyota Celica Supra. Im Laufe der Bauzeit erfuhr der Toyota Supra dieser Baureihe zwei Facelifts und auch seitens der Motoren gab es Veränderungen. Während es in Japan weitere Versionen gab, war hierzulande nur ein Sechszylinder in V-Form erhältlich, der über einen Hubraum von 3 Litern verfügte. Der normale Sauger leistete dabei 204 PS. Schon ein Jahr nach dem Produktionsstart schob man eine stärkere Version nach. Dazu packte man einen Turbolader auf den V6-Motor und erreichte eine maximale Leistung von 235 PS, ab 1991 sogar 238 PS.

Leider gehört dieses Aggregat auch zu den größten Toyota Supra Schwachstellen, denn man passte den restlichen Motor nicht an den Turbolader an. So gab es Motorschäden en masse, verursacht durch durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen und Überhitzungen. Meist lohnten sich die Reparaturen nicht und in Ermangelung eines Internets konnte man auch nicht mal eben nach günstigen Toyota Supra Ersatzteilen suchen, weshalb die meisten Fahrzeuge zur Teilegewinnung genutzt wurden.

Wenn sie fahren, sind sie übrigens gar nicht so schlecht. Die 350 Nm maximales Drehmoment zerrten ganz gut an dem japanischen Sportwagen und katapultierten dessen 1,6 Tonnen in rund 6,3 Sekunden aus dem Stand auf die magische 100-km/h-Marke. Die Tachonadel blieb erst bei 245 km/h stehen, was für die meisten “Gegner” durchaus ausreichend war. Die Kraft wurde dabei mittels 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Gang-Automatik an die angetriebenen Hinterräder übertragen.

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