Volvo V70 III / Volvo C70 – zurück zum guten Ruf alter Zeiten

Fahrzeuge aus Schweden haben den Ruf des Unzerstörbaren. Für ganz alte Modelle mag das eventuell noch gegolten haben, aber in der Zwischenzeit hat sich da Einiges zum Negativen verändert, die großen Volvos waren lange nicht so haltbar, wie es einem der gute Ruf alter Zeiten noch glauben lassen wollte. Die aktuelle Baureihe des Volvo V70 / C70 befindet sich aber anscheinend auf dem Weg zu altem Glanz, einige Volvo V70 Schwachstellen konnten scheinbar ausgemerzt werden. Nun ist diese dritte Generation ja aber auch noch nicht so alt, erst 2007 löste sie ihren Vorgänger, den Volvo V70 II ab.

Volvo V70 III Typ BDer aktuelle Volvo V70 legte in der Länge zu, was natürlich dem Platzangebot zugute kam. Außerdem war die Verarbeitungsqualität nun spürbar besser und auch in Sachen Sicherheit konnten die Schweden noch einen draufpacken, war mit einem weiteren Stern beim Euro-NCAP-Crashtest belohnt wurde, von denen der V70 nun volle 5 von möglichen Sternen hat. Diverse neue Assistenzsysteme und weitere technische Neuerungen sorgen ebenfalls für ein Sicherheitsplus sowie mehr Komfort für den Fahrer.

Das Fahrwerk wurde ebenfalls deutlich verbessert, der Volvo V70 fährt sich viel geschmeidiger. Dazu gibt es eine fast schon unübersichtlich riesige Motorenpalette, die für jeden Fahrer das passende Triebwerk bieten sollte. Bei den Benzinern reichte es in der bisherigen Bauzeit vom turbolosen Reihenvierzylinder mit zwei Litern Hubraum und 145 PS über Fünfzylindermotoren bis hin zu den in den Volvo V70 T6 erbauten Reihensechszylindern, die in der letzten Ausbaustufe dank eines Turboladers 304 PS aus 3 Litern Hubraum schöpften. Diese waren nur als Allradler zu bekommen.

Sparsamer geht es einerseits mit dem V70 FlexiFuel, bei dem man neben dem üblichen Superkraftstoff auch den Bioethanol (E85) tanken konnte. Andererseits gab es auch diverse Dieselmotoren mit vier oder fünf in Reihe angeordneten Zylindern, die bei einem Hubraum von 1,6 bis 2,4 Litern zwischen 109 und 215 PS leisteten. Hier findet sich die erste Schwachstelle: der Turbolader der 1,6 Liter Diesel aus dem Hause Peugeot. Der Zweiliter-Diesel (von Ford) neigt zu gerissenen Zylinderköpfen und der 2,4 Liter-Diesel zu verstopften Injektoren.

Der TÜV bemängelt, wie auch schon beim Vorgänger, das viel zu große Lenkungsspiel, was dem Volvo ein dunkelrotes Kapitel im TÜV-Report beschert. Die Volvo V70 Scheinwerfer werden ebenfalls häufig bemängelt. Das war es aber dann auch schon weitestgehend, der Rest hält sich gut. Demnach scheint Volvo hier echt einige Fehlerquellen beseitigt zu haben.

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