Citroën Saxo – die französische Klapperkiste

Citroen Saxo S VFLEigentlich ist der Citroën Saxo gar nicht so ein schlechter Kleinwagen. Aber neben einigen Schwachstellen und Mängeln, auf die wir später noch eingehen werden, macht sich eine Aussage überall breit: er klappert. Da scheint es also in der Verarbeitung leichte Defizite gegeben zu haben, denn die Geräuschentwicklung diverser Plastikteile im Innenraum soll manchmal bis zur Unerträglichkeit laut werden.

Der Saxo war der Nachfolger des Citroën AX und wurde von 1996 bis 2003 als drei- oder fünftürige Schräghecklimousine angeboten. Er teilte sich aufgrund der Kooperation mit Peugeot viele Bauteile und die Motoren mit dem Peugeot 106, was die Ersatzteilversorgung heute entsprechend einfach gestaltet. Da wir gerade bei Motoren sind: In der gesamten Bauzeit gab es unterschiedliche Benzinmotoren mit Hubräumen von 1,0 bis 1,6 Litern und einem Leistungsspektrum von 45 bis 118 PS, wobei gerade letztere im Saxo VTS den kleinen Wagen extrem überfordern. Empfehlenswerter ist hier die goldene Mitte mit 1,4 Litern und 75 PS. Es gab nur einen Diesel mit 1,5 Litern Hubraum, der bis 2001 geringe 54 PS leistete, nach 2001 mit drei PS mehr immerhin 57 PS.

Neben dem bereits erwähnten Klappern gehört auch die frühe Wegfahrsperre zu den Schwachstellen des Saxo, denn diese wurde bis Anfang 1998 über eine Ziffernfeld in der Mittelkonsole aktiviert, nur im Alter gerne auch mal nicht mehr deaktiviert, was den kleinen Franzosen zum Standmodell werden ließ. Die Vibrationen, die den Innenraum klappern ließen, sorgten auch für brechende Auspuffanlagen, die Batterien galten als unterdimensioniert und kurzlebig, die Sitze waren frühzeitig durchgesessen und die Motoren wurden inkontinent und verloren ihr Öl. Neben Rost der alten Saxo-Modelle sollte auch auf die Bremsen geachtet werden.

Die Preise starten bei rund 400 Euro. Das vermeintliche Schnäppchen hat dann allerdings schon über 150.000 km auf der Uhr und die nicht gerade günstigen Reparaturen machen schnell mehr als der Einstand aus. Will man eines der Modelle nach dem Facelift fahren, dass mit dem empfohlenen 75 PS-Motor ausgerüstet ist und auch entsprechend wenig gelaufen hat, dann darf man rund 1.000 Euro und mehr anlegen.

 

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