Land Rover Defender – der Geländewagen schlechthin

Er ist neben dem amerikanischen Willys Jeep sicherlich einer der bekanntesten Geländewagen überhaupt und weltweit im sogar militärischen Einsatz: der Land Rover Defender. Die älteren Leser kennen ihn zum Beispiel aus der Fernsehserie “Daktari”, die in Afrika spielte und bei der ein Land Rover zum Einsatz kam. So hieß der Wagen bis 1990 nämlich in Ermangelung an Modellen. Es gab den Land Rover und den Range Rover. Der eine puristisch, der andere nobel. Doch als der Land Rover Discovery kam, brauchte man für den ursprünglichen seit 1948 gebauten Land Rover einen Modellnamen: Defender.

Land Rover DefenderWährend die alten Serie I bis III genannten Modelle bereits fast alle Oldtimer sind und auch die von 1983 bis 1990 gebauten Modelle Ninety (90) und One Ten (110) schon den Status als Youngtimer haben, widmen wir uns hier dem Defender genannten Modell, das wie erwähnt seit 1990 erhältlich ist. Die Zahlen in den Modellbezeichnungen wurden aber beibehalten. Diese lassen nicht, wie man fälschlicherweise vermuten könnte, auf die Leistung des Wagens schließen, sondern geben traditionell den Radstand an. Allerdings schummelt man hier ein wenig und rundet auf oder ab, um schone gerade Zahlen zu bekommen. So gibt es den kurzen Defender 90 mit zwei Türen und den Defender 110 mit 4 Türen, beide in verschiedenen Versionen zu bekommen. Den 130 Pickup gab es nur mit Einzel- oder Doppelkabine.

Trotz der Tatsache, dass sich im Laufe der Zeit sicherlich Dinge verbessert haben, muss man allerdings wissen, dass man ein eher puristisches Fahrzeug ohne jeglichen Komfort erwirbt. Die Fahrleistungen auf der Straße sind grottig, der Land Rover steht wie eine Schrankwand im Wind. Immerhin gibt es in aktuellen Modellen schon Luxus wie zum Beispiel elektrische Fensterheber. Aber so etwas will der richtige Defender-Fahrer eigentlich eh nicht. Er will mit dem Wage ins Gelände, Wüsten durchqueren und Abenteuer erleben. Das kann man sicherlich, denn der Defender bringt dafür alle Voraussetzungen mit.

Allerdings sollte man selber schrauben können, denn bei entsprechendem Offroadeinsatz ist eigentlich immer etwas dran an den Kisten und Reparaturen sind teuer. Ersatzteile werden gerne bestellt kommen aus England und sind auch nicht gerade günstig. Bei gebrauchten Land Rovern sollte man sich auf jeden Fall den Stahlrahmen ansehen, da dieser gerne Rost ansetzt. Grundsätzlich Finger weg von vermeintlichen Schnäppchen, Restaurationen verschlingen hier Unsummen.

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