Mazda 626 Typ GE – unauffälliger Verkaufsflop

Der Mazda 626 der 4. Generation, der von 1992 bis 1997 gebaut und angeboten wurde, war wirklich kein Verkaufsschlager. Angeblich lag dies am “sportlicheren” Design, das im Vergleich zum eckigeren Vorgänger zum Einsatz kam und zum Beispiel mit einem integrierten Heckspoiler beim Fließheck nicht zwingend den Geschmack der Kunden traf. Aus heutiger Sicht wirkt dies fast schon unglaublich, da der Mazda 626 dieser Generation, die intern als Typ GE bezeichnet wurde, doch eher sehr bieder und langweilig wirkt.

Mazda 626 Typ GEWarum auch immer reduzierte Mazda auch das Angebot an verschiedene Karosserievarianten. Ein 626 Coupé gab es nicht mehr, auch wenn auf Basis des 626 ein Coupé mit eigener Modellbezeichnung entstand. Einen Kombi gab es auch nicht (der Kombi der dritten Generation wurde weiterhin angeboten) und so blieb es bei zwei Karossen: eine Limousine mit Schrägheck und eine mit Stufenheck. Diese wirkten trotz der stattlichen (für die Mittelklasse viel zu groß geratenen) Außenlänge im Innenraum nicht wirklich geräumig und die Sicherheitsausstattung war nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

Angetrieben wurde der Mazda 626 von einer Reihe von Motoren. Der einzige Benziner ist dabei mit seinen 75 PS, die er aus 2 Litern Hubraum schöpft, durchaus zu vernachlässigen, da er auf dem Gebrauchtwagenmarkt so gut wie gar keine Rolle spielt. Übrig bleiben Benziner mit vier Zylindern und einem Hubraum von 1,9 und 2 Litern sowie einer Leistungsspanne 90 bis 115 PS (117 PS im Allrad mit Vierradlenkung, der kaum zu bekommen ist). Außerdem gab es einen Sechszylinder mit 2,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 163 PS. Neben dem klassischen Schaltgetriebe gab es optional auch eine Automatik, die derzeit rund 10 Prozent der am Markt befindlichen Mazda 626 IV ausmacht.

Obwohl Mazda in Sachen Mängeln, Pannen und Schwachstellen eigentlich einen guten Ruf hat, konnte der 626 dieser Generation diesem nicht ganz gerecht werden. Es gab unter anderem Probleme mit der Mazda 626 Lichtmaschine, den Getrieben und Kupplungen sowie mit den Kopfdichtungen. Der TÜV bemängelt vor allen Dingen die Hinterachsen des Typ GE sowie den erhöhten Verschleiß der Mazda 626 Bremsscheiben. Ansonsten ist der Wagen durch die Bank weg unauffällig und mittlerweile sehr günstig zu bekommen.

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