Mazda Premacy – Kompaktvan mit geringen Mängeln

Mazda Premacy CP FaceliftAls Konkurrenz für den Opel Zafira und Co. schickte den Mazda den Premacy ins Rennen. In der Kompaktklasse konnte dieser aber anfänglich nicht bestehen, da er im Gegensatz zum Zafira Siebensitzer seinen Passagieren nur 5 Plätze bot. Erst ab 2003 gab es den Premacy Active 7, der den Japaner dann auch gegenüber dem deutschen Pendant konkurrenzfähig machte. Weitere Ausstattungsvarianten des Japan gebauten und nach Europa importierten Wagens sind zum Beispiel Comfort und Exclusive.

Für einen Kompaktvan war das Fahrwerk recht sportlich abgestimmt. Für den entsprechenden Vortrieb sorgten entweder ein Reihenvierzylinder mit 1,9 Litern Hubraum, der entweder 101 oder 114 PS leistete oder die ab 2001 erhältliche stärkste Variante mit 2 Litern und 131 PS, bei der aber schon einige Kupplungsschäden bekannt wurden, was zu den wenigen Mängeln des Premacy zählt. Für die Fans des Selbstzünders war ein Direkteinspritzer-Diesel (DITD = Direct Injection Turbo Diesel) mit 2 Litern Hubraum erhältlich, der bis 2001 nur 90 PS leistete, danach dann immerhin 101 PS an die Antriebsräder gab. Die Diesel sind dafür bekannt, gerade nach dem Kaltstart besonders rau und laut ihren Dienst zu verrichten. Als Entschädigung dafür warten sie mit einem für ein Auto dieser Größe geringen Verbrauch auf.

So richtige Schwachstellen hat der Mazda Premacy, dessen 2. Generation hierzulande übrigens als Mazda 5 verkauft wird, während er in Japan noch immer Premacy heißt, eigentlich nicht. Neben der bereits erwähnten Kupplungsproblematik sollte man die Hinterachse bei älteren Fahrzeugen mal genauer betrachten, da diese an dem 1,5 Tonnen-Wagen labil werden kann. Ausgeschlagene Gelenke gehören im Alter ebenfalls zu den vom TÜV bemängelten Dingen. Leider kann dann auch Rost an tragenden Teilen auftauchen. Die Beleuchtung kann vorne und hinten auch schon mal mangelhaft sein. Die Bremsscheiben können im Alter auch auffällig sein.

Insgesamt ist der japanische Kompaktvan dennoch eine Kaufempfehlung. Man muss ja nicht die ersten Baujahre nehmen, auch wenn diese mit günstigen Preisen im Bereich von 2.000 Euro locken. Will man weniger Laufleistung und ein Baujahr ab 2003, so geht es bei rund 3.500 bis 4.000 Euro los. Soll es tatsächlich einer der 7-Sitzer sein, legt man noch einmal 1.000 bis 2.000 Euro drauf. Dafür erhält man ein solides Raumwunder mit typisch japanischer Mehrausstattung gegenüber vergleichbaren deutschen Fahrzeugen.

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7 × = dreißig fünf