Mercedes-Benz Baureihe 124 – die erste E-Klasse

Die Baureihe 124 war anfänglich gar nicht als E-Klasse bezeichnet, die Modelle hießen ganz einfach Mercedes-Benz 200 D. Erst 1993 wurde der Oberbegriff Mercedes-Benz E-Klasse eingeführt, den Modellbezeichnungen wurde ein “E” vorangestellt. Sie wurden der Oberen Mittelklasse zugeordnet, während sie bei Mercedes das Mittelmodell zwischen dem Mercedes-Benz 190 und der S-Klasse darstellte.

Mercedes-Benz E-Klasse W 124Die bekannteste Bezeichnung ist sicherlich W 124 – das steht für die von 1984 bis 1995 gebauten Limousinen dieser Baureihe. Es gab aber noch weitere Karosserievarianten, die alle unterschiedliche Buchstaben vor der 124 aufweisen: A 124 für das von 1991 bis 1997 gebaute Cabriolet, T 124 für das von 1985 bis 1996 gebaute Kombimodell, V 124 für die Langversionen (1990 – 1994) und C 124 für die von 1987 bis 96 gebauten Coupés.

Die Ablösung erfolgte durch die E-Klasse der Baureihe W 210. Interessanterweise galt der 124er Mercedes aber als robuster, der Nachfolger hatte mit Mängeln zu kämpfen, die bei der ersten E-Klasse kein Thema waren. Natürlich kam auch dieser ins Alter und ging und geht nicht mängelfrei durchs Leben. Bereits im letzten Jahrzehnt bemängelte der TÜV im gleichnamigen Report das viel zu große Lenkungsspiel, was sicherlich die größte Schwachstelle darstellte. verschlissene Mercedes-Benz E-Klasse Bremsleitungen fielen bei älteren Modellen überdurchschnittlich häufig negativ auf.

Ärgerlich waren auch Probleme mit dem Schiebedach oder den Nockenwellen bei den Benzinern. Letztendlich sind dies aber Alterserscheinungen. Apropos Benziner: die Motorenpalette war riesig, im Laufe der Bauzeit gab es Motoren mit einem Hubraum von 2 bis 6 Litern und einer Leistungsspanne von 109 bis 381 PS. Bei den Dieseln ging es von 2 bis 3 Litern Hubraum und bescheidenen 72 bis 147 PS. Da war für jeden Geschmack etwas dabei, vorausgesetzt, der Geldbeutel war entsprechend groß.

Heute erfreuen sich die Fahrzeuge in Youngtimerkreisen immer größerer Beliebtheit, was die Preise für Cabriolets zum Beispiel steigen lässt, während man die Limousinen noch recht günstig bekommen kann. Hierbei ist aber auf den Zustand zu achten, um teure Reparaturen und somit hohe Folgekosten nach dem Kauf zu vermeiden. Denn auch die Ersatzteilpreise sind auf dem Niveau der Oberen Mittelklasse.

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