Nissan Primera P11 – wenn nur der Rost nicht wäre

Nissan Primera II Traveller P11 WP11Für ein Fahrzeug japanischer Produktion erwies sich sein Vorgänger Nissan Primera P10 als eher nicht haltbar, weshalb beim hier gezeigten Nissan Primera der zweiten Generation, die intern P11 genannt wurde, doch einige Änderungen erfolgten. Als der Primera II im Jahre 1996 auf den Markt kam, war er größer als sein Vorgänger und bot dementsprechend mehr Platz im Innenraum. Im Bereich des Fahrwerks wurde die Aufhängung der Hinterachse komplett neu konstruiert, was im Gegensatz zum kritisierten Fahrwerk des P10 beim P11 für positivem Feedback führte. Auch die Sicherheitsausstattung war nun wesentlich umfangreicher.

Ein Kombimodell war zum Start der neuen Generation noch nicht verfügbar, der Nissan Primera Traveller des Vorgängers wurde einfach weiterverkauft. Mit dem bereits 1997 erfolgten ersten Facelift gab es dann auch einen Kombi der Baureihe P11, der dann aber intern WP11 genannt wurde. 1999 erfolgte dann auch schon das zweite größere Facelift, bei dem sich rein optisch doch einiges änderte.

Seitens der Motoren gab es einen 2 Liter Turbodiesel, der über die gesamte Bauzeit von 1996 bis 2002 unverändert angeboten wurde und der 90 PS leistete. Dieser ist aber nur wenig agil und die Wechselintervalle der Zahnriemen sollten genauestens beachtet werden. Bei den Benzinern gab es mehr Auswahl wobei der kleine 1,6 Liter mit ebenfalls 90 PS schon mit dem rund 1,3 bis 1,5 Tonnen schweren Primera zu kämpfen hat. Nach dem Facelift bekam er 10 PS mehr, die es aber auch nicht rausrissen. Eher zu empfehlen sind hier die 1,8- und 2-Liter-Motoren mit Leistungen von 114 bis 150 PS.

Die Verarbeitung des Nissan Primera gilt als schlampig, Wassereinbrüche sollen keine Seltenheit sein. Die üppige Ausstattung fordert ihren Tribut mit überlasteten Bordnetzen und dementsprechend entladenen Batterien. Defekte Relais der Kraftstoffpumpen, Sicherungen und Schalter runden das Bild ab.

Der TÜV bemängelt vor allen Dingen den Rost an tragenden Teilen, der zu den größten Schwachstellen des Primera gehört. Außerdem sind die Antriebswellen häufig marode und das Lenkungsspiel zu groß. Das Kapitel Bremsen ist ebenfalls ein dunkles, die Nissan Primera Bremsscheiben sind häufig verschlissen und riefig, die Bremsleitungen korrodiert. Die schlechte Wirkung der Fußbremse vorne wird ebenfalls über Durchschnitt notiert. Im Bereich der Beleuchtung gibt es vorn wie hinten schon mal Ausfälle, die aber meist auf mangelnde Wartung zurückzuführen sind.

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