Seat Alhambra – spanischer Drilling mit Mängeln

Seat Alhambra I 7MSEr ist einer der Drillinge: der Seat Alhambra. Als spanischer Bruder von VW Sharan und Ford Galaxy (nur bis 2006) wurde der Alhambra in der 1. Generation von 1996 bis 2010 angeboten, seit letztem Jahr ist der aktuelle Nachfolger zu bekommen. Die Großraumlimousine hatte aber nicht nur ein riesiges Raumangebot, sondern auch eine riesige Mängelliste. Wie seine beiden Brüder galt er in den ersten Baujahren als unausgereift, erst 1999 wurde es etwas besser. 2000 folgte ein großes Facelift, bei dem der Van neu gestaltet und und das Raumangebot noch größer wurde. 2005 erfolgte eine kleine Modellpflege, die am nun auf der Heckklappe mittig platzierten Alhambra-Schriftzug zu erkennen ist. Im Zuge dieser Überholung kam auch ein weiterer Motor ins Angebot: der 2.0 TDI mit 140 PS und Rußpartikelfilter.

Apropos Motoren: im Laufe der Bauzeit konnte aus verschiedenen Benziner und Dieseln gewählt werden. Bei den Ottomotoren hatte man die Wahl zwischen den klassischen Vierzylindern mit 1,8 Litern und Turbolader, der 150 PS leistete oder 2 Litern ohne Turbolader, der 115 PS an die Antriebsachse abgab und zum großen Facelift 2000 auch erneuert wurde (die Leistung blieb aber gleich). Ebenfalls ab 2000 war ein Sechszylinder erhältlich, der aus 2,8 Litern Hubraum 204 PS schöpfte und einen zum besten Freund des Tankwarts werden ließ. Für Dieselfahrer gab es bis zum oben erwähnten 2-Liter ausschließlich 1.9 TDI -Varianten mit einem Leistungsspektrum von 90 bis 150 PS.

Wie bereits erwähnt, gehört der Alhambra leider nicht zu den stolzen Spaniern, weist zu viele Mängel und Schwachstellen auf. Defekte Zahnriemen sorge für Ärger mit den eigentlich robusten 90-PS-Dieseln, brechende Nockenwellenräder bei den Pumpe-Düse-Motoren. Bei den Benzinern gibt es Probleme mit der Zündanlage, der Lichtmaschine und den Wegfahrsperren. Der TÜV bemängelt vor allen Dingen Die Beleuchtung, ständiger Ärger mit den Scheinwerfern und deren Verstellung sorgen ebenso für Kritik, wie auch die korrodierenden Bremsleitungen. Dafür halten die Seat Alhambra Bremsscheiben erstaunlich lang. Im Bereich des Fahrwerks fallen dafür die Achsen unangenehm auf, besonders die Hinterachse wird häufig bemängelt. Das zu große Lenkungsspiel sowie marode Antriebswellen tauchen ebenfalls negativ im Prüfbericht auf. Defekte Auspuffanlagen runden den schlechten Gesamteindruck ab. Somit mutiert der Seat Alhambra leider nicht zum Kauftipp.

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