Suzuki Wagon R+ – in der 2. Generation ohne Griff

Mehr hoch als breit – das ist rein optisch gesehen sicherlich Geschmackssache. Wobei man dazu sagen muss, dass wir hier schon die breite Version des Wagens haben (daher unter anderem auch das “+” im Namen, denn der originale Wagon R in Japan ist wohl noch schmaler). Weiterhin gewöhnungsbedürftig ist das kantige Design der ersten Generation, die anfänglich auch nur in einer viersitzigen Version erhältlich war. Die Sitze waren mickrig und boten nur wenig Komfort. Im Laufe der Zeit wurde das Ganze etwas überarbeitet und es gab fünf Sitzplätze. Das unsäglichste Bauteil ist allerdings der Griff an der Heckklappe, der nun wirklich mehr als merkwürdig anmutet.

Suzuki Wagon R+ I HeckUnter der des wie nachträglich dran getackert wirkenden Motorabteils des ab 1997 i Europa angebotenen Suzuki Wagon R+ verrichteten zwei unterschiedliche Benzinmotoren ihren Dienst, einer mit einem Liter Hubraum und 65 PS sowie eine 1,2-Liter-Version mit 69 PS. Sie wirken recht spritzig, sind aber im Durchzug eher schwach. Interessant ist, das es auch Versionen mit Allradantrieb gab, diese sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt aber eher selten anzutreffen.

Zu den Problemen der ersten Generation gehören der Rost, die Rückleuchten werden vom TÜV auch häufig moniert. Die Trommelbremsen der Hinterachse wirken schlecht, der Verschleiß der Suzuki Wagon R+ Bremsscheiben ist hoch.

Suzuki Wagon R+ II FrontAb 2000 gab es die zweite Generation des Suzuki Wagon R+, die nun wesentlich rundlich und moderner gestaltet war. Wem diese bekannt vorkommt, der hat Recht, denn es ist das Schwestermodell vom weitestgehend baugleichen Opel Agila A. Diese Generation war auch mit einem 1,3 Liter-Motor erhältlich, der 76 PS leistete, eine schnelle Version sogar stolze 94 PS. Die hier vorliegenden Probleme und Schwachstellen sind ebenfalls die Bremsen, abfallende Türdichtungen der frühen Baujahre und ein zu großes Spiel in der Lenkung.

2006 wurde der Suzuki Wagon R+ vom Suzuki Splash abgelöst. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es aber ein reichhaltiges Angebot, wobei die erste Generation nur noch einen kleinen Teil der Fahrzeuge ausmacht.

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