Nissan Sunny – Vernunftsauto mit Rostproblem

Der Vorgänger des Nissan Almera war der der Nissan Sunny, der vor allen Dingen eines war: ein Vernunftsauto. Aus den kantigen Typen der Vorjahre – immerhin gibt es den Nissan Sunny in europäischen Gefilden bereits seit 1978 – wurde 1991 ein rundlicher Typ im Stile des VW Golf III, in dessen Klasse – der Kompaktklasse – der Sunny auch gegen selbigen antrat. So gab es den Sunny in zahlreichen Karosserievarianten: als dreitüriges Steilheck, fünftüriges Schrägheck, als viertürige Limousine und als hierzulande äußerst beliebten fünftürigen Kombi namens Nissan Sunny Traveller. Dieser wurde auch als einzige Variante bis 2000 weitergebaut, da es vom 1995 ablösenden Nissan Almera keine Kombiversion geben sollte. Zusätzlich gab es noch eine Art Kastenwagen ohne Seitenscheiben für den Gewerbetreibenden.

Nissan Sunny N14 Dreitürer HeckUnter der Haube gab es nichts wirklich Spannendes. Die meisten Motoren waren eher zum gemütlichen rollen und Spritsparen gedacht, am häufigsten ist daher der kleine Benziner auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten, der aus 1,4 Litern 75 vollkommen ausreichende PS schöpfte. Kleiner, aber nicht wirklich empfehlenswert ist der 1,3 Liter mit 60 PS. Wem das alles zu langsam war konnte auf den 1,6er mit 90 PS, den 2 Liter mit 143 PS und den Nissan Sunny GTi-R mit 2 Litern und 220 PS zurückgreifen. Auch ein 2 Liter Diesel war erhältlich. Dieser leistete 75 PS und ist heute auch eher selten anzutreffen.

Nissan Sunny N14 TravellerZu den Problemen und Schwachstellen zählen beim sonst als robust und zuverlässig geltenden Nissan der Rost, die Hinterachse und die Antriebswellen. Ebenso bemängelten die TÜV-Prüfer bereits schon im letzten Jahrzehnt die Beleuchtungsanlage, die gerne dunkel bleibt. Die Nissan Sunny Bremse ist ein weiteres dunkles Kapitel, da im Laufe der Jahre die Wirkung der Fußbremse zu wünschen übrig lässt. Weitere immerhin nicht TÜV-relevante Mängel sind defekte Thermostate und Thermoschalter, die für durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen sorgen, was teure, sich meist nicht mehr lohnende Reparaturen nach sich ziehen würde. Bei Gebrauchtwagenpreisen von 250 Euro bis knapp zum Zehnfachen eine eher zu vernachlässigende Sache.

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